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| Second-Life im Shop oder Totgeglaubte leben länger. |

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von Dirk Meyer
Eine Marketinganalyse der Kansas State University will herausgefunden haben, dass virtuelle Elemente die Kunden zum Einkauf in Online-Shops animieren können.
Manche erinnern sich bestimmt noch an die Anfänge eines virtuellen Beraters. Yellow-Strom und seine Eve war einer der Vorreiter auf diesem Gebiet der Kundenberatung.
Ich bin begeistert von den Möglichkeiten, zumal die stets lächelnden Berater immer erreichbar und durch die technische Entwicklung immer individualisierter und konkreter auf jede noch so spezielle Frage antworten können.
Allerdings haben viele Anbieter mittlerweile Live-Chats mit Technikern und Verkäufern eingerichtet, die jeden noch so guten virtuellen Berater übertreffen. Letzteres bleibt jedoch ein Kostenfaktor, insbesondere bei 24 Stunden an 7 Tagen.
Einige eCommerce-Provider glauben aber weiterhin an die Avatar-Idee und daran, dass die Käufer künftig eigene Avatare gestalten, um in Shops einzukaufen. Dort könne man - sofern man bei den Körperproportionen nicht lügt ;-) - sogar T-Shirts und Hosen anprobieren. Auch das gemeinsame Shopping mit anderen Personen, wie Ehepartnern und Freunden, wäre dann möglich.
Warum das Prinzip besser sein soll, als die bereits geschaffenen (und gescheiterten) Shops in Second-Life, wird leider nicht gesagt.
Aber beurteilen Sie es doch selber. Spätestens dann wenn Sie beim nächsten Online-Einkauf gefragt werden, ob Sie schwarze oder blonde Haare tragen möchten. Auch einen Kaffee können Sie dann bestellen. Schmecken wird er Ihnen aber nicht.
Was meinen Sie? Geht diese Entwicklung zu weit oder ist das Ihre ideale Vorstellung vom Online-Shopping? Stimmen Sie ab.
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